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Silvretta Skidurchquerung 2010 - Rund um den Piz Buin Diese Tour hatten Björn, Rainer und ich uns - nach viel Hin-und-Her-Planerei - für April dieses Jahr vorgenommen. Es sollte schon eine Tour mit veritablen Abfahrten sein, aber dann doch keine ausgewachsene Hochgebirgstour - da erschien uns diese Runde ideal... Die Route ist eine der klassischen Skidurchquerungen mit zahlreichen Dreitausendern und zum Teil langen Abfahrten. Die Runde erfordert jedoch auch gute Kondition und etwas Skitourenerfahrung. Man muss sich auch nicht sklavisch an unsere Route halten - die Silvretta bietet endlos Variationsmöglichkeiten. Diese Tour hat die folgenden 5 Etappen:
Von Ischgl geht es in 5 Etappen immer westwärts quer durchs Silvrettagebiet bis nach Galtuer Infos unter
Sofern man einen der rumstehenden Gipfel anpeilt, sollte das komplette set aus Pickel, Steigeisen, Seil dabei sein. Spaltengefährdete Stellen sind nur wenige dabei (Ochsengletscher..) Karten Für das Gebiet dieser Tour sind folgende Karten relevant:
Hinweis: Natürlich habe ich nicht das gesamte Program aller Herausgeber katalogisiert. Deswegen ist die Liste evtl nicht vollständig und es fehlt die eine oder andere Karte. GoogleMap Die GPX-Daten dieser Tour bestehen aus 976 Punkten. Bei großen Touren werden aus performance-Gründen nicht alle Punkte in GoogleMap angezeigt! Um die Positionsdaten anzuzeigen, einfach mit dem cursor über das Höhenprofil fahren. Hier gibt es Infos zu allen waypoints dieser Tour: Waypoinlist |
Tour Datum: 08/04/2010 Besucher heute : 1
gestern : 0
gesamt : 201 seit 09.2009
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Beschreibung Hier die Beschreibung der einzelnen Etappen |
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Etappe 1: Ischgl - Palinkopf - Zeblasjoch - Piz da Val Gronda* - Heidelberger Hütte ⇒18km; ∠2378Hm; Θ3:20h |
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Der Tag ging erst mal turbolent los: Björn rief um 6:30 an und meinte, dass Rainer nicht mitkommt. Sein Huf ist im Eimer ... puhhhhhhh. Nach etwas hin-und-her entschieden wir uns, zu zweit loszufahren und darauf zu hoffen, dass Rainer am nächsten Tag doch noch nachkommen würde. Also auf nach Ischgl! Mit dem Auto ist man von München in ca. 2.5h da. Ziemlich komfortabel. Dann noch ein paar letzte Besorgungen und los geht es. Das Wetter war perfekt und auch die Vorhersage für die nächsten Tage liess uns hoffen. Mein Favorit für den Zustieg zur Heidelberger Hütte war die Mädchenvariante - es geht mit der Gondel rauf zur Idalpe und über Lift/Piste weiter zum Palinkopf. Dort eine kurze Abfahrt (80) bis zum Zeblasjoch (2539m). Dann Anfellen und ca. 400Hm rauf zum Piz da Val Gronda (2812m). Oben an der schweizer Grenze dann die erste Bestandsaufnahme: Blasen wird es geben und zwar nicht wenige ... Bei der Abfahrt runter ins Fimbatal haben wir uns ein wenig zu weit rechts gehalten. Statt der direkten Abfahrt runter zur Hütte mussten wir recht viel am Hang unterhalb des Davo Sasse bis zur Heidelberger Hütte (2264m) queren. Alternativen
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Etappe 2: Heidelberger Hütte - Zahnjoch* - Futschöl - Jamtalhütte ⇒9km; ∠695Hm; Θ4:40h |
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Der zweite Tag brachte dann eine imposante und landschaftlich reizvolle Ski-Hochtour ... nur nicht ganz auf der geplanten Route Oben am Zahnjoch (2947m) angekommen, machten wir erst mal ausgiebig Pause. Wir waren noch viel zu früh dran und von Firn war noch keine Spur. 1.5h später dann los: zuerst die SW-Hänge des Fluchthorns runter ins Futschöl bis zum Finanzerstein und dann auf der linken Talseite haltend mit etwas Geschiebe bis zur Jamtalhütte (2165m). Mittlerweile war Rainer auch auf der Jamtalhütte angekommen und wartete schon auf uns auf der Veranda - prima! Den Nachmittag auf der Hütte gestalteten wir noch mit ein paar Übungen zum Thema Spaltenbergung ... na hoffentlich brauch ich das nie in echt Alternativen
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Etappe 3: Jamtalhütte - Ochsenscharte - Dreiländerspitz* - Wiesbadener Hütte ⇒9km; ∠1022Hm; Θ5:30h |
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Tag 3 begann wieder bei herrlichstem Wetter - nur die Vorhersage für den Rest der Tour war mittlerweile nicht mehr ganz so gut. Von der Jamtalhütte (2165m) ging es über den Jamtalferner nach Südwesten bis rauf zur Oberen Ochsenscharte (2913m). Natürlich wollten wir es uns nicht entgehen lassen, die Dreiländerspitz (3197m) zu besteigen. Der Zustieg zum Skidepot war ein bisschen haarig, weil die steile NW-Flanke recht abgefahren war und keine ordentliche Aufstiegsspur mehr zu finden war. Oben angekommen, dann aufgerödelt mit Steigeisen und Seil und losgestiegen. Nach ca. 50Hm fingen uns von unten die aufsteigenden Wolken ein. Ich beschloss ziemlich bald für mich, dass ich mich auf dem Grat nicht wirklich wohl fühlte und angesichts des aufziehenden Wetters auch keinen rechten Sinn darin sah, witer nach oben zu kraxeln. Die beiden anderen gaben mir nach und wir stiegen unverrichteter Dinge wieder zum Depot ab. Es kam wie es kommen musste: die Wolken verzogen sich wieder und der blaue Himmel strahlte wieder über uns ... sorry! Die Abfahrt dann auf den Vermuntgletscher bis runter zur Wiesbadener Hütte (2443m) war relativ ereignislos. das Stück ist recht kurz und einfach zu fahren. Alternativen
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Etappe 4: Wiesbadener Hütte - Ochsenscharte* - Vermuntscharte - Tuoi Hütte ⇒7km; ∠577Hm; Θ4:40h |
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Für Tag 4 hatten wir uns eigentlich den Aufstieg über den Ochsengletscher zum Piz Buin vorgenommen. Doch es kam, wie es kommen musste: am Morgen war dichter Nebel und wir waren uns schnell einig, dass der Weg über den Gletscher bei dem Wetter uns nicht geheuer war. Also hatschten wir von der Wiesbadener Hütte (2443m) erst mal zurück rauf zur Ochsenscharte, um zu sehen, was das Wetter macht. Yippie! Fast zeitgleich als wir oben ankamen, rissen die Wolken auf und wir standen unter blauem Himmel vor den weiten Gletscherhängen, auf die es auch noch zu allem Übel 20cm Neuschnee gebracht hatte Alternativen
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Etappe 5: Tuoi Hütte - Jamscharte - Jamspitze* - Jamferner - Galtür ⇒19km; ∠1009Hm; Θ6:50h |
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Unser Glück mit dem Wetter setzte sich fort: bei strahlendem Sonnenschein (und Eiseskälte) stapften wir früh morgens von der Tuoi Hütte (2250m) los in Richtung Osten zur Jamscharte. Ich hätte einiges darum gegeben, wenn ich diesen Hang an dem Tag hätte runter fahren können! Ein Traum von fast 1000Hm Pulver! Oben an der Jamscharte (3100m) angekommen, stellte sich die Frage, wie rüberkommen? Die Scharte war recht vereist/verschneit und klettern war angesagt. Rainer stapfte todesmutig voraus und kletterte mit Rucksack die kniffligen 5m hoch ... mir war nicht ganz wohl zumute als ich sah, wie er das Ding raufkletterte. Als er von oben das Seil zum Sichern runterwarf, konnte man die Steine richtig poltern hören, die Björn und mir vom Herzen fielen Der kurze Ausflug rauf auf die Hintere Jamspitze (3150m) war dann nur noch die Kür. Dann ein letzter Blick rundrum über die Silvretta bevor es auf 1000Hm Pulverabfahrt runter ins Jamtal ging. Ein Traum!! Ab der Jamtalhütte dann auf dem Winterweg mit wenig schieben bis runter nach Galtür, wo Rainers Auto stand. Ein Fazit: das war eine absolut geniale Tour! Wir hatten unglaublich Glueck mit dem Wetter und den Bedingungen. Es gab (ausser der Jamscharte) keine knifflige Situation und ich fand wir haben prima zusammengepasst ...
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Kommentare Alle Kommentare zu dieser Tour
Morgen gehts endlich auf die Silvretta Durchquerung.
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