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Alpencross 2008 Chur - Riva auf der tintin-Route

Diesmal hatte ich uns eine Route ausgesucht, bei der man nicht unbedingt durch das Alpencross-Mekka Südtirol kommt. Stattdessen wollte ich mal durch die Schweiz - speziell Graubünden - radeln. Die Runde startete gemütlich in Chur, und ging dann durch das Oberengadin ins Bikeparadies Alta Rezia bis runter ins Veltlin. Da es uns dann doch zum Gardasee zog, kamen am Schluss noch 3 etwas heftigere Etappen a 2000Hm durch die Bergamasker Alpen und vorbei an der Adamello-Gruppe vorbei bis nach Riva dazu.

Wie immer hab ich versucht so viel trail einzubauen wie nur irgendwie geht. Für mich waren dabei die highlights sicherlich die Abfahrt vom Rothorn (****), sowie die trails von der Alp Grüm (****) und vom Grapa di Vaia (*****)! :-( Wirkliche Tiefpunkte gab es auf der Tour eigentlich nicht . Ausser dem Wetter am 4ten Tag weswegen wir den Col d'Anzana leider auslassen mussten :-( Natürlich gab es lange Etappen und einige recht oede Schiebestücke - ausserdem war der 5te Tag groesstenteils nur Asphalt - aber das ging alles insgesamt noch in Ordnung. In weiten Teilen führt die Strecke dafür durch absolut einsame Gebiete, die nicht zu den inzwischen klassischen Transalprouten gehören und es war einfach mal was anderes. Eigentlich haben wir in den 7 Tagen - anders als auf den üblichen Alpencrossrouten - zwischen Chur und Tremalzo ausser einer handvoll Tagestourern nicht eine einzige MTB-Gruppe getroffen (die 500 downhiller am Rothorn mal ausgenommen ;-). Das ist zuweilen am Pfundererjoch schon anders wenn man sich da zur Abfahrt anstellen muss ....

Anreise nach Chur war mit der Bahn per EC (ca 4,5h) - das ist wenn man aus München kommt ideal! Der Zug kostet (als Gruppenticket) knapp €25,-/Nase. Er fährt 7:12am in München los und ist etwa 11:40am in Chur, dann kann man locker an dem Tag noch die erste Etappe (<5h) machen.

Übernachtungen waren wie immer in kleinen Hotels im Tal (ca €60,-/Person Halbpension), wobei die Qualität sicher nicht immer ganz so dolle war wie im letzten Jahr (keine swimming-pools ;-). 2mal haben wir etwas rustikaler (Matratzenlager) auf der Hütte übernachtet (siehe Etappenbeschreibungen), dann aber bei allerfeinstem Panorama. Rückreise vom Gardasee war mit dem no-limits shuttle, das uns problemlos und pünktlich wie immer zurückgebracht hat.


Diese Tour hat die folgenden 7 Etappen:
  • Etappe 1: Chur - Brambrüesch - Churwalden - Valbella - Rothorn - Arosa - Litzirüti
  • Etappe 2: Litzirüti - Latschüelfurgga - Strelapass - Davoser Höhenweg - Davos - Dürrboden
  • Etappe 3: Dürrboden - Scalettapass - S-chanf - Pontresina - Bernina - Alp Grüm
  • Etappe 4: Alp Grüm - Cavaglia - Poschiavo - (Col d'Anzana) - Tirano
  • Etappe 5: Tirano - Trivigno - P.so di Guspessa - Edolo - Val Camonica - Breno
  • Etappe 6: Breno - Val della Grigna - La Grapa di Vaia/Mte.Colombine - Bagolino - Idrosee
  • Etappe 7: Idrosee - Storo - Rif Garda - Tremalzo - Pregasina - Riva

Das Grundgerüst zur den einzelnen Abschnitten der Tour hatte ich mir aus Infos und Bilder bei den folgenden Quellen zusammengesucht

Diesmal waren wir mit 3 Garmin Edge ausgerüstet ... die GPS-Technik scheint sich durchzusetzen ;-) Aber nachdem mein Garmin am zweiten Tag getilt ist, war es auch besser, noch backups dabei zu haben. Wieder mal ein Beispiel dafür, sich nicht nur auf die Elektronik zu verlassen, sondern bei einer solchen Tour noch Papier dabei zu haben.

Das Original gpx-file der Tour hat über 23.000 trackpoints ... hier auf dem site findet ihr deshalb nur eine gefilterte Version, die aber zur Navigation sicher reicht. Wer meint mehr zu brauchen, meldet sich bitte bei mir.

Technik-freak der ich bin, hatte ich diesmal noch für alle Daheimgebliebenen als Service auf meinem blog die Live-Berichterstattung von unterwegs mit Bildern und Geschichten eingerichtet ... hier die Bilder und Berichte von unterwegs!

Insgesamt hat alles super geklappt. Vor der Tour war ich mir nicht so sicher, ob das mit unserer enorm grossen Gruppe mit 8-10 Leuten alles klappen würde. So viele Leute und jeder sein eigener Charakter - aber ganz ehrlich: es war prima, wie alle mitgezogen haben, auch wenn die Tage lang wurden und die Strecke holprig war ;-)


Karten

Die folgenden Papier-Karten decken das Gebiet dieser Tour ab:

Hinweis: Durch Überschneidung im Blattschnitt der Karten kommt man evtl. auch mit weniger Karten aus!

GoogleMap

Die GPX-Daten dieser Tour bestehen aus 1706 Punkten. Bei großen Touren werden aus performance-Gründen nicht alle Punkte in GoogleMap angezeigt!

Um die Positionsdaten anzuzeigen, einfach mit dem cursor über das Höhenprofil fahren.

Hier gibt es Infos zu allen waypoints dieser Tour: Waypoinlist

Video

Hier das Video zu dieser Tour...


oder in der kompletten Version: Teil 1

...und Teil 2

Tour Datum: 09/08/2008

tourDB Statistik
  • Distanz: 347km
  • Höhenmeter: 11876Hm
  • Max. Höhe: 2704m
  • Dauer: 59:10h
  • Landschaft: * na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top
  • Kondition: * Einfach** Mässig*** Mittel**** Schwer***** Sehr schwer
  • Technik: * S0 - fester und griffiger Untergrund; ohne besondere Schwierigkeiten** S1 - kleine Hinderniss; loserer Untergrund möglich, kleine Wurzeln und Steine*** S2 - Untergrund meist nicht verfestigt, kleinere Wurzeln u. Steine; niedrige Stufen**** S3 - stark verblockte Singletrails; enge Spitzkehren; hohe Stufen***** S4 - sehr steile und stark verblockte Singletrails mit großen Felsbrocken und/ oder anspruchsvollen Wurzelpassagen, Kettenblatt setzt auf
tourDB Höhenprofil
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Beschreibung

Hier im folgenden eine Beschreibung der einzelnen Etappen

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Etappe 1: Chur - Brambrüesch - Churwalden - Valbella - Rothorn - Arosa - Litzirüti

41km; 3187Hm; 7:50h

Samstag morgen 7:00 am Hauptbahnhof in München ... es geht los! Endlich Urlaub! Wir hatten bei der Bahn nur 5 Fahrradstellplätze reservieren können. Deswegen mussten Jens und ich unsere Radl auseinanderbauen, in Kartons verpacken und als "Handgepäck" mitnehmen. Frag mich bitte keiner warum - denn wir haben unsere Kartons einfach neben die anderen 5 Räder gestellt, wo durchaus genügend Platz war ... 

12:30 dann - mit gut 1h Verspätung - endlich in Chur ... es kann losgehen! Sven, der mit dem Auto nach Chur gekommen war, holt uns schon am Bahnsteig ab. Jens und ich hatten uns mittlerweile ziemlich unelegant der Kartons entledigt, indem wir die Räder bereits im Zug zusammengebaut hatten und die Kartons einfach im Zug haben stehen lassen. Wir hatten die ganze Woche Angst, dass uns irgendwo ein schweizer Polizist auflauert und uns die Kartons wieder hinten aufbindet ;-) Also schnell alles zusammengepackt, auf die Räder und los! 7 Tage radln, schieben, Spass und ein bisschen Abenteuer warten auf uns. Ziel der ersten Etappe war Arosa - da man das nie ohne technische Hilfsmittel in einem halben Tag schaffen kann und da wir uns ja erstmal warmfahren mussten, hatte ich eingeplant alle möglichen Gondeln bis hoch zum Rothorn auszunutzen, die auch Fahrräder befördern. Die Kombikarte kostet etwa €50,- und erlaubt die Benutztung der 3 Bergbahnen und die Mitnahme der Räder. Also erst mal nur 5min vom Bahnhof zur Gondel geradelt und dann die nächsten 1000Hm schweissfrei bis Brambrüesch. Björn hatte erst mal seine Trinkflasche in der Gondel vergessen und wir mussten eine Runde aussetzen. Dann ging es auf trails und Schotterpisten bis runter nach Churwalden. Von dort mit dem Sessellift wieder 700Hm bis zur Alp Stätz oberhalb von Valbella und über Waldwanderwege/trails runter zur Liftanlage in Valbella/Lenzerheide. Das ganze Stück ist recht einfach zu fahren, dauerte aber deutlich länger als ich gedacht hatte.

Gegen 14:30 waren wir unten an der Talstation der Gondel zum Rothorn. Und hier war einiges los, denn genau an dem Wochenende fand in Lenzerheide die bike-attack statt. Wir hatten im Vorfeld mit den Organisatoren zwar geklärt, dass wir 8 Hanseln oben über die Rennstrecke bis zu unserem Abzweig nach Arosa durchkommen würden ... aber man kann ja nicht wissen wie es läuft. Für uns bedeute es auf jeden Fall erstmal 2h Pause, bis wir uns mit den 500 Freeridern in der Gondel die 1400Hm hoch zum Parpaner Rothorn gehangelt hatten. Als wir endlich oben ankamen, war es schon nach 16:30 und wir hatten alle mächtig Hunger, da wir den ganzen Tag noch nix gegessen hatten (sollte nicht das einzige Mal bleiben). Aber da die Zeit drängte und wir eigentlich noch vor 18:00 am Ziel sein wollten, sattelten wir gleich die Hühner und fuhren weiter.

Das Parpaner Rothorn war mit 2850m der höchste Punkt der ganzen Tour und die Abfahrt über insgesamt 1000hm trails runter bis nach Arosa war sicher eines der highlights der ganzen Runde! Vom Rothorngipfel bis zum Abzeig am Weisshorn ist das ganze eine Mischung aus losem Schotter und Versorgungsweg. Dann bis zum Älplisee fährt man einen durchgehend fahrbaren, fantastischen, anspruchsvollen Trail (S2/S3) durch beeindruckende hochalpine Landschaft mit teilweise vielfältig verzweigten Pfaden und kleineren Stufen. Björn und ich wollten auf der Strecke ein paar Aufnahmen mit seiner Helmkamera machen, was leider dazu führte, dass er bei einem kurzen Anstieg die Kette durchgetreten hat! Was für Waden! Aber Gottseidank hatten wir ja genügend Ersatzteile dabei, um die Kette (nicht ganz) fachgerecht zu flicken. Barbara war sicher auch ganz froh um die Pause, denn sie musste einen kurzen pitstop zur Erstversorgung ihrer neuen Klicks machen. Leider sind wir das ganze Stück ziemlich runtergehetzt, sodass mir viel zu wenig Zeit blieb um in die richtige Alpencross-Stimmung zu kommen.

Dann nach dem Älplisee folgt eine kurze, verblockte Steilstufe runter zum Schwellisee, die man aber besser tragend zurücklegt. Ab hier ohne Schwierigkeiten auf Wanderweg im Uhrzeigersinn um den See herum bis zur Strasse, die nach Arosa runter führt. Hinter Arosa ging es dann noch einmal 5km leicht bergab bis Litzirüti, wo wir in einem schönen Landgasthof übernachtet haben.

Für den ersten Tag waren die zurückgelegten downhill-Höhenmeter nicht schlecht ;-) das Hotel war prima, die Stimmung war gut und der Wetterbericht für den nächsten Tag liess nur Gutes erwarten .. was will man mehr?


tourDB Höhenprofil Etappe 1
tourDB Übernachtung
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Unterwegs nach Churwalden
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Trails nach Valbella
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Am Parpaner Rothorn
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Die Reiseleitung
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Trail runter nach Arosa

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Etappe 2: Litzirüti - Latschüelfurgga - Strelapass - Davoser Höhenweg - Davos - Dürrboden

35km; 1513Hm; 7:50h

Technik ist dazu da, um kaputt zu gehen! Leider nur zu wahr - irgendetwas hat meinen Garmin am Sonntag morgen dazu bewegt, alle geladenen tracks komplett zu löschen. Die header der courses (Name, Gesamtlänge) waren noch da, aber sämtliche course points waren gelöscht. Ziemlich ärgerlich, wenn wir nicht noch 2 andere Geräte dabei gehabt hätten.

Am 2ten Tag dann ging es von Litzirüti weiter auf den Spuren der legendären Grischa-Trails über die Panoramastrecke nach Davos - diesmal zur Abwechslung auch bergauf. In Litzirüti beginnt die Auffahrt über Schotterwege und teilweise Asphalt in Richtung der alten Walsersiedlung Medergen (2004m). Hier oben hatte man bei dem herrlichen Wetter einen tollen Blick auf die Berge rund um Arosa. Der perfekte Platz für eine kurze Pause! 

Das nächste Stück zog sich leicht bergauf auf einem schmalen Wanderweg, auf dem einen Stufen und Wanderer immer wieder zum Absteigen zwangen. Dann kam die Stelle, auf die Barbara sich schon gefreut hatte: auf dem Weg zum Strelapass gibt es noch ein kleines Trage-/Kletterstück auf einem kurzen Tritt, der für nicht ganz schwindelfreie sicherlich extrem spannend ist ;-) Nach Barbaras Gesichtsfarbe zu urteilen war ich mir kurzzeitig nicht sicher, ob sie nochmal mit mir reden würde...

Nach dem Tritt dann noch ein kurzes Schiebestück zum höchsten Punkt des Tages, der Latschüelfurgga auf 2409m. Ab hier dann nur noch trails! Vom Strelapass (hier besser nicht Mittag machen!) zieht sich der Davoser Höhenweg über 8km am Hang entlang vorbei an der Parsennhütte bis zum Gotschnagrat (Wandereralarm!). Aber da wir wieder mal ein bisschen gebummelt hatten, beschlossen wir schon im Dorftäli kurz vor der Zahnradbahn aufs Weissfluhjoch rechts abzubiegen und direkt nach Davos abzufahren.

Zum Schluss des Tages hiess es dann nochmal 12km/500hm ganz gemütlich im Dischmatal von Davos bis Dürrboden kurbeln - natürlich nicht ohne eine Pause im Gasthof Teufi. Die Uebernachtung im Berggasthof Dürrboden war bei unserer Planung die einzige Möglichkeit - aber wirklich zu empfehlen ist er nicht: es geht ja noch, ohne Dusche nach einem langen Tag ins Bett zu gehen (oder alternativ im Bach zu baden...brrrrr!). Aber dass die Wirtsleute nur äusserst zögerlich zu ein bisschen Freundlichkeit zu bewegen waren, fande ich schade.


tourDB Höhenprofil Etappe 2
tourDB Übernachtung
tourDB Bilder
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Das Programm - über Medergen und den Tritt nach Davos
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weiter in Richtung Tritt und Latschüelfurga
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Der Tritt ... nicht wirklich fahrbar
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Am Strelapass
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Davoser Höhenweg
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Dürrboden - Badezimmer en suite

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Etappe 3: Dürrboden - Scalettapass - S-chanf - Pontresina - Bernina - Alp Grüm

57km; 1457Hm; 10:10h

In Dürrboden beginnt der uralte Säumerpfad über den Scalettapass. Ab hier fuhren wir für 2 Tage auf der uralten Handelsroute Via Valtellina zwischen dem Veltlin und Vorarlberg/Graubünden auf dem früher hauptsächlich Wein aus dem Veltlin nach Norden gebracht wurde. Die Meinungen über diesen Säumerpfad gehen auseinander: von "...einer der besten schiebbaren Pässe in den Alpen..." bis "...komplett fahrbar...". Ich muss gestehen, dass wir uns alle an die erste Empfehlung gehalten haben. Das Stück ist einfach zu steil, um es zu fahren. Ricarda war noch schlauer: sie engagierte einen der Wanderer, um sie ins Schlepptau zu nehmen und den Pass hochzuziehen - hmmm .. haette ich mir auch gefallen lassen! In gut 1.5h ist man zu Fuss oben an der kleinen Schutzhütte am Scalettapass (2606m). Die Abfahrt dann war zuerst ein bisschen mühsam, denn einige verblockte Stellen zwingen einen immer wieder zum Absteigen. Doch bald war dann ziemlich alles fahrbar und der Singletrail führt einen bis zum Talboden bei der Alp Funtauna. Danach führte der Almweg über Susauna steil ins Inntal und weiter bis nach S-chanf. Hier erst mal Pause und Kohlehydrate auftanken! In S-chanf sind dann Sylva und Philipp zur Gruppe gestossen ... ab da waren wir dann 10!

Im Inntal ging es dann weiter gemütlich weiter an Samedan vorbei weiter in Richtung Pontresina. Das Stück schaut so harmlos aus, aber wir haben zwischen S-chanf und Pontresina immerhin 400Hm gemacht. Dann ab Pontresina entlang des Flaz ganz gemächlich rauf zum Bernina-Pass - der Weg führt entlang der Abbrüche des mächtigen Morteratsch-Gletschers zu den Cascata da Bernina wo der der Flaz über einen Stufe ca. 80Hm macht - hier muss man ein gutes Stück schieben/tragen. Dann weiter vorbei an der Diavolezza-Talstation bis hoch zum Lago Bianco am Bernina Pass. Das ganze Stück zog sich ziemlich hin und der starke Gegenwind machte die dauernden welligen Anstiege nicht unbedingt angenehmer. Unsere Gruppe riss naturgemäss ziemlich auseinander. Vorneweg wie immer Ralph, Sven und Jens (ich wüsste ja gerne, welche Drogen der diesmal mitgenommen hat, um so fit zu werden!). Philipp und Sylva waren auf die Strasse ausgewichen, Johannes&Barbara irgendwo dazwischen und Bjöern, Ricarda und ich machten das Schlusslicht.

Die Wolken liessen nicht unbedingt auf besseres Wetter für den nächsten Tag schliessen. Schade eigentlich, bei der Aussicht da oben... aber irgendwie scheine ich am Bernina immer Pech mit dem Wetter zu haben. Dann noch rechts um den Lago Bianco herum und ein kleines Stück über den Wanderweg runter bis zum Etappenziel an der Alp Grüm/Albergo Belvedere (2100m) - Übernachtung der Extraklasse! Die Wirtsleute (incl. der brasilianischen Bedienung) sind die Wucht, das Essen ist extrem lecker und die Aussicht (wenn man welche hat) ist unschlagbar!! Johannes und Barbara hatten sich schon im Voraus ein Doppelzimmer gebucht ... na so ab einem gewissen Alter kann man das ja verstehen ;-) Wir anderen verzogen uns in unser Matratzenlager und horchten gemütlich dem trommelnden Regen zu.

Insgesamt hatte ich mir den ganzen Tag eigentlich recht gemütlich vorgestellt: ein kleiner Pass, locker zum Bernina rauf und dann ein kühles Bierchen auf der Terasse der Alp Grüm von wo man eine malerische Aussicht der Extraklasse auf den Palü Gletscher und ins Poschiavo-Tal gehabt hätte. Aber ich muss sagen, dass die Etappe besonders bei dem Gegenwind deutlich zäher war - und dann bei dem Wetter natürlich auch der Ausblick ausfiel. Na egal ... Hauptsache alle heil angekommen.


tourDB Höhenprofil Etappe 3
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tourDB Übernachtung
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Über den Scalettapass ins Oberengadin
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In Richtung Scalettapass
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Alpencross 2008
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Im Oberengadin
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Hoch zum Bernina
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Alp Grüm - leider wieder nicht bei dem Wetter, was man sich hier oben wünscht

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Etappe 4: Alp Grüm - Cavaglia - Poschiavo - (Col d'Anzana) - Tirano

26km; 16Hm; 2:40h

Pausen-Tag! Das Wetter hatte - wie von unserem Wirt vorausgesagt - umgeschlagen und es regnete in Strömen :-( ausgerechnet heute wo wir mehr als 3000Hm/30km trail hätten machen können. Mist! Ricarda, Sylva und Philipp entschlossen sich den Tag ganz und gar ausfallen zu lassen und mit der Bahn runter nach Tirano zu fahren. Wir anderen hatten noch die Hoffnung auf besseres Wetter und die Möglichkeit den Col d'Anzana mitzunehmen.

Von der Alp Grüm runter nach Poschiavo gibt es erstmal 1000Hm/16km trail vom Feinsten! Ich hatte das Stück schon mal vor ein paar Jahren gemacht und hatte es noch in bester Erinnerung. Ab der Alp geht es über einen endlosen (fast) durchweg fahrbaren single-trail über die Alpe Palü bis nach Cavaglia. Der Rest runter nach Poschiavo ist ein alter Wanderweg, der durch dichten Wald mehrfach die Bahnstrecke der Rhätischen Bahn kreuzt. Bis auf wenige Stücke, die eh schon schwierig waren und bei dem Regen einfach zu nass/rutschig waren, konnte man eigentlich alles fahren - einfach ein toller trail (S2-S3)!

In Poschiavo stellte sich dann die Frage, ob wir den Schlenker über den Col d'Anzana (2200m) noch ins  Programm mit aufnehmen sollten. Diese Schleife sollte man auf jeden Fall machen, wenn man schon mal hier in der Gegend ist!!! Aber ausser Björn und mir waren alle anderen auch von der Alternative angetan, den Rest des Tages statt im strömenden Regen 1700Hm raufzukurbeln ruhig bei einem Gläschen Wein in Tirano ausklingen zu lassen. Nach kurzer Diskussion fuhren wir dann alle die gemütlichere Variante links um den Lago di Poschiavo und ein gutes Stück auf der Strasse runter nach Tirano. Extrem schade, denn wer weiss, wann wir nochmal in diese Ecke kommen... Aber egal: wer mal nach Tirano kommt und ein paar Minuten übrig hat, sollte in der Villa Salis sich die Degustation antun - 3 Gläser lecker Wein mit Brot, Käse und Wurst fuer sage und schreibe €8,-!! Da kann man nicht meckern... ausserdem blieb noch genug Zeit, um mal die stinkigen Klamotten zu waschen, was sicher auch nicht unnötig war. 

Am nächsten Morgen verabschiedete sich dann Sven von uns - er musste leider zurück, da er nicht mehr Urlaub zur Verfügung hatte. Weiter dann mit jetzt noch 9 Leuten.


tourDB Höhenprofil Etappe 4
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Regentag
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...und ich wär so gerne noch den Col d'Anzana gefahren

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Etappe 5: Tirano - Trivigno - P.so di Guspessa - Edolo - Val Camonica - Breno

81km; 1945Hm; 10:10h

Ab Tirano änderte sich der Charakter der Landschaft und damit der Tour ziemlich abrupt - statt der felsigen Gipfel des Alpenhauptkamms um den Bernina warten die schroffen bergamasker Alpen und das Adamello auf uns. Hier gibt es weniger trails und dafür mehr an Schotterpisten und langen Aufstiegen. Ausserdem waren die einzelnen Etappen ab hier auch deutlich länger: ca. 60km/2000Hm pro Tag. Aber auf den Schotterstrecken/Asphalt war das machbar und wenn man zum Lago will, muss man da halt durch ;-) dafür ist die Gegend absolut menschenleer: wir haben ab Tirano bis zum Tremalzo eigentlich keinen MTBer mehr gesehen.

Tag 5 war eine sehr lange Etappe mit reichlich Asphalt und Schotter. Von Tirano ging es zuerst ein Stück im Tal in Richtung Westen und dann ca. 1500Hm auf Nebenstrecken/Asphalt leicht ansteigend auf das etwa 1800m hohen Plateau zwischen Tirano und dem Skigebiet von Aprica bis nach Trivigno. Hier oben nochmal die Kameras raus und einen letzten Blick auf die rhätischen Alpen und einen Vorausblick ins Adamello und die bergamasker Alpen. Selbst bei dem langen Anstieg blieben wir 9 ziemlich gut beieinander .. glücklicherweise gab es keinerlei Ausreisser oder -fälle. In Trivigno (1820m) dann eine Mittagspause mit Spaghetti und Sonnenstühlen bei loungiger Musik! Das erste Restaurant wollte uns aus irgendwelchen Gründen nicht bedienen .. bei der Baita war man da wesentlich freundlicher! Von Trivigno dann fuhren wir dann weiter über Nebenstrecken entlang der Höhenlinie bis zum P.so di Guspessa unterhalb des Motto della Scala. Ab hier kann man auch ein Stück weisses Papier nehmen, um die Strecke zu planen - da stimmt nichts mehr mit der Kompass-Karte überein! Der zweite Teil der Tour war ziemliches Neuland - über die einzelnen Stücke hatte ich nur wenig im Netz gefunden. Deshalb hatte ich mich bei der Planung des Abschnitts bis zum Idrosee ziemlich an Kompass ausgeliefert und grosse Teile mit der Kompass-Karte freihand geplant - leider! Denn die Karte (Kompass 94 Von Edolo bis Aprica 1:50000) ist ziemlicher Schrott und stimmte in weiten Teilen nicht mit der Wirklichkeit überein. Viele der eingezeichneten Strassen/Wege existieren einfach nicht oder liegen um 100te von Metern daneben! Irgendwie haben wir uns dann doch noch über trails, Wiesen und Wirtschaftswege bis runter nach Edolo (670m) durchgeschlagen.

Anmerkung: wenn man am P.so Guspessa kurz hinter dem Albergo rechts auf den Schotterweg abzweigt, kommt man - denke ich - auf den richtigen Weg. Nur solte man dann nicht - wie wir - irgendwann rechts runter in Richtung ?? abzweigen, sondern auf dem Weg bleiben und wieder ein Stück bergauf fahren. Dann müsste man eigentlich auf die geplante Route in Richtung Malga .. kommen.

Ab Edolo hatten wir die Wahl, einfach auf der Strasse bis runter nach Breno zu düsen, oder wieder unser Schicksal an Kompass zu hängen und den eingezeichneten Nebenstrecken zu folgen. Die Abenteuerlust, die uns getrieben hat, brachte uns dann auf einen eigentlich tollen trail kurz hinter Sonico/Rino. Ein schönes Stück single-trail (eingezeichnet als Fahrweg!) mit guten 100 Extra-Hm (sorry Barbara!), dass wir nur eigentlich nicht mehr unbedingt hätten machen wollen. Ab Malonno dann bis Capo di Ponte sind wir letzlich doch auf die Strasse ausgewichen. Wir wollten ja nicht erst bei Dunkelheit in Breno einlaufen. Also mit fast Tempo 50+km/h und Sylva im Windschatten die Strasse runterdonnern - Heissa :-) In Capo di Ponte sollte dann der niegelnagelneue Radweg entlang des Fiume Oglio bis Breno beginnen - so stand es jedenfalls auf dem website des oertlichen Tourismusverbands. War mal wieder nix: es gab zwar eine ausgeschilderte Radstrecke über Ono San Pietro, aber die hatte nochmal 150Hm extra in petto. Ziemlich platt sind wir dann abends im Hotel in Breno eingelaufen.

Über 80km an einem Tag sind schon recht lange - aber alles in allem denke ich, dass es die beste Einteilung war an dem Tag so weit zu fahren.


tourDB Höhenprofil Etappe 5
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Auf Nebenstrecken von Tirano nach Trivigno
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...und dann erst mal erholen
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Oberhalb von Edolo
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Waldtrail bei Edolo
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Kurz vor Breno

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Etappe 6: Breno - Val della Grigna - La Grapa di Vaia/Mte.Colombine - Bagolino - Idrosee

46km; 1937Hm; 9:20h

Bike&Hike durchs Adamello-Gebirge - hinter Breno (310m) beginnt der lange Aufstieg in Richtung des Mte.Colombine. Es heisst 1800Hm bis rauf zum höchsten Punkt an der Kapelle am La Grapa die Vaia zu machen - dabei hatten wir die Wahl zwischen Pest und Cholera: entweder auf einer Nebenstrecke über Asphalt/Schotter ausgehend von Breno über Bienno durchs Val della Grigna steil direkt rauf zum La Grapa di Vaia unterhalb des Mte.Colombine. Oder aber etwas leichter über die viel befahrene Passstrasse 345 die ersten 1600Hm rauf zum Passo Croce Domini (1890m) und dann rechts auf der Schotterstrasse vorbei am Lago di Lavena zum höchsten Punkt am La Grapa di Vaia (2114m). Unserer natürlichen Abneigung gegen vielbefahrene Strassen folgend (es war Ferragosto in Italien), entschlossen wir uns für die Strecke durchs Val della Grigna. Von Breno ging es am Ortsausgang zuerst gemütlich auf der Strasse hoch bis nach Bienno. Dort dann zuerst in Richtung P.so Croce Domini, dann rechts ab ins Val della Grigna. Ab Bienno hat der eigentliche Weg (mal wieder) nicht viel mit der bei Kompass eingezeichneten Route zu tun - den Weg auf der Karte gibt es einfach nicht! Man folgt stattdessen stets dem Wanderweg 80 durch das enge schattige Tal, in dem Unmassen von netten Wochenendhütten stehen.

Das Stück durchs Val della Grigna rauf zum Pass ist zwar in der Kompass-Karte (Kompass WK103 Le Tre Valli Bresciani) als MTB-Strecke eingezeichnet, aber ich denke mal, dass die Redakteure von Kompass da eher den downhill als die Richtung rauf zum Pass im Sinn hatten ;-) Von 600m bis auf 1550m ist das extrem gut ausgebaute schmale Asphaltsträsschen derart steil (ca.5.5km im Durchschnitt 18% mit z.T. >25%), dass ich sämtliche Geschichten, man könne die Strecke komplett fahren, für Münchhausen halte. Ich kann Stunzi's Kommentar zu der Strecke ("..fahrbar - aber warum??..") nur zustimmen! Natürlich kann man (kurze) Stücke davon fahren ... aber insgesamt ist die Route für 1000Hm mehr hike als bike! Bei 1550m geht dann rechts eine flachere Schotterpiste ab, die man zur Abwechslung auch mal 100m weit fahren kann - dann wird das ganze derart grobschottrig, dass wieder nur schieben hilft. Bei 1750m hat das Elend dann sein Ende - ab hier kann man das letzte Stück bis auf 1980m, wo man auf die Strasse trifft, wieder im Sattel zurücklegen. Aber eigentlich war es egal - wir hatten wieder gutes Wetter und man geht in dem Tal fast durchweg im Schatten.

Oben an der Kammstrasse angekommen kurbelt man noch die 2 Kurven auf der frisch asphaltierten Strasse rauf, bis man bei 2110m unterhalb des Mte.Colombine auf den Abzweig zur Alpe Vaia trifft. Ralph hatte in seinem Überschwang die Führung übernommen und war noch ein gutes Stück weiter bis zum Kamm gefahren. Es dauerte ein ganzes Weilchen, bis wir ihn wieder bewegen konnten wieder runter zu uns zu kommen ;-) Bei dem Abzweig biegt man von der Hauptroute nach Osten ab und fährt auf einem Wirtschaftsweg (Weg 428) durch die wild-romantische völlig verlassene Landschaft vorbei am Lago di Vaia bis zu der bewirtschafteten (!) Malga Vaia. Die Alpe Vaia ist mein absoluter Geheimtipp! Die Leute waren superfreundlich und servierten uns ein lecker Mittagessen mit Brot, Spaghetti, selbstgemachtem Käse, Wasser und lecker Wein fuer gerade mal €10,-/Nase! Unglaublich lecker nach dem langen Aufstieg. Frisch gestärkt ging es dann zum experimentellen Teil der Etappe: ich hatte kurz vor der Tour im bike Magazin über den alten Militärtrail (Weg 423) runter nach Bagolino gelesen. Natürlich konnte ich der Verlockung nicht widerstehen ... doch zuerst sah das Ganze nicht wirklich prickelnd aus: bis zur Malga di fondo Vaia ist das Ganze noch ein relativ breiter Wirtschaftsweg und ich hatte schon Angst, dass das bis Bardolino so bleibt. Doch ab da wird der Weg für ca. 5km ein absoluter 5-Sterne Spitzentrail mit tollem flow bis runter nach Bagolino! Der trail ist (fast) durchgehend fahrbar (S3) und hat wirklich so alles drin was Spass macht - Prädikat absolut empfehlenswert! Wenn Wanderer unterwegs gewesen wären, hätten sie sich sicher über das ständige Jauchzen gewundert. Ein Grossteil der Videoszenen kommen von dem Stück! Am Ende ist dann noch ein tolle Badegumpe ... perfekt um unsere heissgelaufenen Hände zu kühlen ;-)

Von Bagolino dann noch die letzten Kilometer auf der kurvigen Strasse runter/rauf/runter zum Idrosee zu unserem Hotel in Anfo.


tourDB Höhenprofil Etappe 6
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Val della Grigna - erst mal 1000Hm schieben
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lonesome cowboy
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Blick runter in Richtung Bagolino - unten der Lago di Vaia und dahinter 7km Traumtrail
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Lecker Käse an der Malga Vaia
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Traumtrails runter nach Bagolino
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Heisser Dschungelritt ... der trail war wohl lange nicht mehr gemäht worden
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Badegumpe am Ende des trails - perfekt!

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Etappe 7: Idrosee - Storo - Rif Garda - Tremalzo - Pregasina - Riva

62km; 1821Hm; 11:10h

Die Königsetappe: wahrscheinlich wollen die meisten, die einen Alpencross runter zum Gardasee fahren, am Schluss noch über den Tremalzo ... es ist einfach herrlich, bei schönem Wetter am Ende der Tour über Pregasina nach Riva einzurollen. Aber damit nicht genug: ich wollte noch einen draufsetzen und hatte die Idee vom Idrosee über den Bocca di Caplone und Cima Tombea hoch zum Tremalzo fahren. Das Stück hatte ich einfach immer schon mal machen wollen und es erschien mir die beste Gelegenheit, es hier an die Tour zu hängen. Aber wie die Dinge so gehen, fiel es mir am morgen recht leicht mich der allgemeinen Stimmungslage anzuschliessen und mit den anderen "nur" über Storo zum Tremalzo zu kurbeln - wir wollten früh unten in Riva sein und noch gemütlich am Wasser ein oder zwei Bierchen trinken. Nur Björn und Ricarda liessen sich nicht erweichen: sie nahmen sich das volle Programm vor (+700Hm!) und kurbelten schon mal alleine los.

Vom Idrosee ging es zuerst über einen Radweg (der mal wieder 100te von Metern neben der Kompass-Karte lag) bis Storo. Hier dann rechts ab und bis zum Passo Ampola auf der Strasse. Mittlerweile war ich froh, mich den anderen angeschlossen zu haben, denn das Wetter zog schnell zu und es sah nach Regen aus. Es dauerte auch nicht lange und es fing an in Strömen zu regnen. Gottseidank waren wir gerade bei der Kapelle St.Croce angekommen als das Gewitter losging und wir stellten uns erst mal für eine Stunde unter - dann als es besser aussah schnell weiter raufkurbeln zum Tremalzo. Nur leider hielt das ganze nicht lange an - es goss aus Kübeln und das ganze auch noch mit munterem Hagel! Die perfekte Teststrecke für Regenklamotten ;-)  

Bei dem Wetter hatte es unsere Gruppe ziemlich auseinandergesprengt und wir mussten ca. 2.5h oben im Rifugio Tremalzo warten, bis wieder alle Schäfchen zusammen waren ... wir wollten ja zusammen unten in Riva einlaufen! Mittlerweile war klar, dass das mit dem gemütlich am Strand sitzen eh nix mehr werden würde, da wir fast 16:00 hatten bis wir oben am Rifugio losfuhren. Ich glaub, ich bin noch nie so schnell die Strecke vom Tremalzo über den Passo Nota und Passo Rochetta nach Pregasina gefahren. Unterwegs holte uns am Passo Rochetta dann nochmal ein Gewitter ein - was für ein Tag! In Pregasina war gerade Dorffest - das kam uns ziemlich gelegen und wir holten schon mal eins der verpassten Bierchen hier nach.

Dann das grosse Finale über die alte Ponalestrasse bis runter Riva: auch hier waren alle auf maximale Geschwindigkeit gepolt! Gottseidank waren bei dem Sauwetter kaum Leute unterwegs, denn wir sind ziemlich rüde da runtergebügelt. 300m vor Riva wurde dann der Einlauf noch kurz durch einen snake bite an meinem Vorderreifen gebremst ... na wenn's nix schlimmeres war ;-) Abschluss war in Torbole am Strand - spät zwar doch ziemlich zufrieden es mal wieder gemacht/geschafft zu haben!

Ach so: Björn und Ricarda! Die beiden sind noch schlimmer in die Gewitter gekommen wie wir. Natürlich haben die beiden sich nicht davon abbringen lassen vom Bocca die Lorina um 16:30 statt runter nach Limone noch hoch zum Tremalzo zu fahren. Das letzte Stück haben die beiden dann mit Stirnlampen runter nach Riva gemacht ... 22:00 waren sie endlich unten ... puuuhhhhhh


tourDB Höhenprofil Etappe 7
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Am Idrosee
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Der Weg ist das Ziel
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Am Tremalzo
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Die Serpentinen hinter dem Tremalzotunnel
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Alpencross 2008

Kommentare

Alle Kommentare zu dieser Tour

* na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top08/03/2008 von Ulla

Prima Runde - schaut gut aus

* na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top16/04/2008 von Gunter

Hallo
Ich bin 2007 ab Pontresina exakt die gleiche Strecke gefahren. Sogar die Hotels in Bondone und am Idrosee waren die gleichen. Beide OK . Bei der Etappe vorher habe ich nur kurz unterhalb des Lago Belviso übernachtet. Nicht zu empfehlen. Die Etappe über den Venerocolo ist allerdings wirklich kein spass, ich musste fast alles schieben und tragen, runter bis zum Vivione übrigens auch. Die beiden restlichen Etappen sind traumhaft. Bilder mit kurzen Kommentaren siehe: http://www.photoshow.net/GunterRichter
Insgesamt bestimmt eine Super Tour.

Gunter - ich hab den Hinweis als Anlass genommen, die Strecke zu ändern. Jetzt geht die Planung von Tirano über Trivigno und den P.so die Guspessa nach Edolo. Dann weiter im val Camonica bis nach Breno. Danke dir für den Tipp - martin

* na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top03/07/2008 von Markus

Das Hotel Giardino bekommt zwar von Achim Zahn eine Empfehlung ab, aber nicht von der Pettinger Connection! Sind letztes Jahr in den zweifelhaften Genuss einer Übernachtung gekommen. Die Zimmer sind recht primitiv und kasernenmäßig charmant eingerichtet. Die Matratzen hingen durch und die Dusche ist ein Fall für die Borger ;-)

Markus - mangels echter Alternativen bleiben wir erst mal bei der 'Kaserne' ... aber danke für den Tipp - martin

* na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top13/07/2008 von ragetty

der download geht nicht nehr, datei ist quasi-leer ...

ragetty, der bug beim download ist jetzt gefixt .. danke für den Hinweis - Martin

* na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top08/09/2008 von Marco

Eine tolle tour und ein Spitzenvideo! Gratuliere zu dem website - perfekt gemacht.

* na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top21/10/2008 von kwerner

die tintin-Route ist echt mal was anderes - gratuliere

* na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top30/11/2008 von martino


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