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Alpencross 2007 Würzjoch-Pfitscherjoch Bei dieser Tour wollte ich Ende August 2007 von unserem Urlaubsort in den Dolomiten zurück nach München fahren - Alpencross mal andersrum! Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt und ich hab kurz vor dem Pfitscherjoch die Gelegenheit genutzt, mit Björn und Ricarda wieder schön trocken im Auto zurück zu fahren. Diese Tour hat die folgenden 2 Etappen:
Diese Tour geht von der Schatzerhütte am Würzjoch über Maurerberg, Jakobsstöckl, Astjoch und Rodenberger Alm nach Mühlbach. Dann durch Valsertal und übers Sandjoch ins Pfitschertal. Links: Karten Die folgenden Papier-Karten decken das Gebiet dieser Tour ab:
GoogleMap Die GPX-Daten dieser Tour bestehen aus 2061 Punkten. Bei großen Touren werden aus performance-Gründen nicht alle Punkte in GoogleMap angezeigt! Um die Positionsdaten anzuzeigen, einfach mit dem cursor über das Höhenprofil fahren.Hier gibt es Infos zu allen waypoints dieser Tour: Waypoinlist |
Tour Datum: 18/08/2007
Statistik
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Beschreibung Hier im folgenden eine Beschreibung der einzelnen Etappen |
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Etappe 1: Schatzer Hütte - Würzjoch - Astjoch - Ronerhütte - Natz-Schabs - Vals 54km; 1943Hm; 7:10h |
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Von der Schatzerhütte geht es über einen schönen Wiesentrail runter zum Lüsener Bach - von dort auf der Strasse rauf zum Würzjoch. Es beginnt das Rauf-und-Runter-Spiel ... zuerst ein Stück wieder auf der Strasse runter bis zum Abzweig zur Mauraberghütte. Von dort auf dem Wanderweg 1 queren zum Lüsener Joch. Nach der Turnaretschhütte heisst es dann das steile Stück hoch zum Glittner See tragen - ich fang schon an, an meiner Routenführung zu zweifeln. Ab dem Glittner See hat mich Kompass dann restlos verwirrt ... der eingezeichnete Weg 10/11S zur Wiesener Alm mag evtl wirklich existieren ... aber auf keinen Fall dort, wo Kompass ihn vermutet! Zugegeben: der Weg ist - auch wenn man ihn kennen würde - auf der Hochebene kaum zu finden, aber Kompass liegt da stellenweise ziemlich daneben! Auf jeden Fall empfehle ich, den Weg nur bei guter Sicht zu machen ... man verfährt sich da oben ansonsten viel zu einfach. Das ganze zieht sich so durch bis zum Jakobsstöckl ... ab dort ist die Wegführung wieder eindeutiger. Es geht an der Grünfelder Alm vorbei südlich unterhalb des Astjoch bis zur Starkenfeld Hütte. Nach der Ronerhütte geht der Weg 2 rechts ab - ein toller trail, der einen bis runter nach Rodeneck bringt. An der Burg nochmal ein kurzes Stück trail runter zur Rundlbrücke (ach ja - auch hier irrt Kompass gewaltig!) und auf der anderen Seite wieder rauf nach Natz-Schabs. Am Gasthof Sonneck wechselt man die Strassenseite und fährt auf dem Radweg bis Mühlbach. Auf der alten Valser Strasse geht es dann durch das enge Tal brutal steil (bis 24%!!) rauf in Richtung Vals. Beim Badwirt trifft man wieder auf die Fahrstrasse und kurbelt noch den Rest rauf bis Vals. Am Unteregger kann man auch links über einen Schotterweg abseits der Fahrstrasse weiterfahren - da ich jedoch nicht genau wusste, wo ich übernachten wollte bin ich direkt durch den Ort bis zur Gondelstation gefahren.
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Der Wiesentrail runter zum Lüsener Bach - im Hintergrund der Peitlerkofel Die Glittner Seen Am Glittner Joch - irgendwo da hinten geht es lang ... aber wo war der Weg? Snakebite! Beim nächsten mal wenn ich alleine unterwegs bin unbedingt 2 Ersatzschläuche mitnehmen! Blick ins Valsertal
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31km; 1588Hm; 7:40h | |
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Da das Wetter für den Tag zu halten schien, stand mein Entschluss fest die etwas "experimentelle" Route von Vals ins Pfitschertal auszuprobieren. Dabei sollte es zuerst das Valsertal hinauf bis zur Brixner Hütte gehen. Bis zum Ochsensprung teilt man sich die enge Strasse mit den vielen Wanderern, die zum Parkplatz am Ochsensprung fahren. Ab dort gab es dann zumindest keine Autos mehr - aber dafür die besagten Wanderer ;-) Hier oben liegt die Fane-Alm, das - so sagt man - schönste Almdorf Südtirols. Heute leben die Alm-Bauern aber wahrscheinlich eher vom Tourismus. Hinter der Fanealm, liegt die "Schramme" - einer steile, enge Klamm, die bis Anfang des Jahrhundert unpassierbar war - dann haben die Österreicher mal wieder zu Blei und Pulver gegriffen und einen Weg durch das Gestein gesprengt. Der zieht sich ordentlich steil - aber fahrbar - rauf bis zum Abzweig zur Labesebenalm. Danach geht es auf einem Wanderweg teils mit schieben rauf bis zur Pfannealm und weiter bis zur Brixner Hütte, vor der man die letzten Serpentinen schieben muss. Nach der Hütte kann man vielleicht noch 500m im Sattel sitzen bleiben. Dann beginnt das Experiment. Ich hatte noch nirgends gelesen, dass man mit dem Radl übers Sandjoch (2642m) kommen könnte. Mir war schon ein klein wenig mulmig zumute, da auch nach der Brixner Hütte kein Wanderer mehr zu sehen war. Hier oben war dann die Wegführung zuerst auch nicht klar - der offensichtliche Wanderweg zog sich mehr links in Richtung Rauhtaljoch/Wilde Kreuzspitze rauf. Ich wusste, dass ich mich rechts davon halten musste und bin quer durch die Prärie hoch, bis ich wieder eine Markierung (Weg 17) gefunden hab. Auf dem Weg, der dann ab da sehr gut markiert war (alle 20m) aber mal wider nicht viel mit der Kompass-Route zu tun hatte ;-) ging es dann ab ca. 2400m nur noch mit tragen weiter. Also das Radl auf den Rücken und weiter in Richtung dessen, was ich von unten für das Sandjoch gehalten hab. Von unten sah es aus, wie eine senkrechte Wand ... schluck! Aber je weiter man hoch kam, desto mehr konnte man eine Art "Weg" erahnen. Es ging über zum Teil 1m hohe Stufen bis rauf zum Kamm auf 2650m Höhe. Ich hatte keine Ahnung, was mich auf der anderen Seite erwarten würde. Bei der letzten Tour übers Pfunderer Joch hatte ich diese Seite des Grossbergtals keines Blickes gewürdigt und im Internet liessen sich auch keine Erfahrungsberichte finden. Und als ich oben war, wusste ich auch, warum ... Der gut markierte Weg (wieder mal ca. 100m neben der Kompassroute) zieht sich ca. 1km nördlich der Wilden Kreuzspitze am Hang entlang über ein wildes Geröllfeld ... ohne Fahrrad auf dem Rücken macht das ganze sicher Spass, aber ich hatte echt ein bisschen ein ungutes Gefühl mir hier oben zwischen den Felsblöcken die Knochen zu brechen. Man hatte tolle Ausblicke rüber aufs Pfundererjoch, aber leider waren keine Xer zu sehen, die meine Exerimentierfreudigkeit hätten würdigen können, wenn sie mich zwischen den Steinblöcken überhauapt hätten bemerken können. Irgendwann ging es dann - ebenfalls noch unfahrbar - steil runter in Richtung Grossbergalm. Bis der Weg sich gabelte. Eigentlich wollte ich links abbiegen und über die Sterzinger Hütte ins Burgumer Tal fahren. Das muss ein toller trail dort runter sein. Aber mittlerweile hatte ich genug Abenteuer gehabt und entschied mich die relativ gesehen leichtere Variante über die Grossbergalm zu machen. Also nochmal ca. 100Hm abgestiegen bis man endlich radeln konnte - viel war es nicht mehr muss ich zugeben: man stösst dann schnell auf die Stecke, die hoch zum Pfunderer Joch führt (an der verfallenen Brücke). Ab dort war der Rest easy .. Helm auf und runterprügeln ... was füer ein Spass die vereinzelten schnaufenden Helden zu sehen, die sich hoch zum Joch quälen :-) Ich war froh, den Weg bis hier unbeschadet und in guter Zeit geschafft zu haben - so ganz uneingeschränkt kann ich die Strecke nicht weiterempfehlen, aber wer Süd-Nord fährt und nicht über Sterzing ins Pfitschertal fahren will und bike&hike ganz gerne mag kann es ausprobieren - aber macht es nur bei wirklich guten Bedingungen, da es da oben ziemlich ausgesetzt ist, wenn schlechtes Wetter aufzieht. Ein schnller Rückzug ist von da oben nicht möglich! Wer das ganze Nord-Süd ausprobieren will muss sich auf ca 400Hm rauf tragen einstellen!! Hinter dem Sandjoch dann nochmal ca. 150Hm runter tragen und der Rest bis zur Brixner Hütte ist ein irrer trail über Wiesen und ausgewaschene Bachbette ... der trail runter vom Pfunderer Joch in Richtung Süden ist mit Sicherheit lohnenswerter - aber jeder wie er will! Nach ausgiebiger Mittagspause bei zunehmendem Regen im Pfitscherhof war nun die Frage, wie es weitergeht. Entweder das Ding durchziehen und im Regen die letzten 3 Tage durchboxen (der Wetterbericht für Tirol hatte Dauerregen vorausgesagt) oder den easy exit wählen und mit Björn und Ricarda, die übers Wochenende am Hochfeiler zum wandern unterwegs waren, den shuttle zurück nach München nehmen. Da ich die beiden nicht erreichen konnte, machte ich mich erstmal auf und radelte weiter in Richtung Pfitscherjoch. Am Parkplatz auf 1/3 Höhe zum Joch dann das Auto der beiden :-) grins! Also doch .. aber leider keine Spur von ihnen. Ich nahm mir vor bis 16:00 zu warten . .dann hätte ich losgemusst, um die letzten 500Hm bis zum Joch zu machen. Glücklicherweise dann endlich meldete sich Björn um 15:50 ... völlig nass nach dem letzten Platzregen kamen sie gerade runter vom Hochfeiler. Da fiel mir dann die Entscheidung leicht das ganze hier anzubrechen und mich abends gemütlich auf die Couch zu legen :-) ... den rest gibt's dann halt nächstes Jahr!
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Die Fane-Alm. Hinten geht es durch die Schramme hoch zur Brixner Hütte Am Ende der Schramme - gute 20% durchschnittliche Steigung Die Brixner Hütte - dahinter der Sandturm. Links davon ist das Sandjoch Blick von der Brixner Hütte Endlich eine Markierung...oben das Ziel Oben am Sandjoch angekommen - der Blick zurück zur Brixner Hütte Der Abstieg vom Sandjoch - erstmal 1km auf den Steinblöcken queren Der Abstieg runter zur Grossbergalm - unten sieht man die verfallene Brücke Blick rüber zum Pfunderer Joch Da kommt man runter - nicht wirklich fahrbar
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