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Alpencross 2005 Oberstdorf - Gardasee

Juli 2005 - mein allererster Alpencross. Ich hatte zwar für das Jahr im September schon eine Tour geplant, aber als Johannes mich fragte, ob ich nicht mitkommen will, hab ich nicht lange zu überlegen gebraucht ... da ich gerade eh Zeit hatte und sowas schon immer mal machen wollte, begab ich mich also vertrauensvoll in Johannes Hände und fuhr einfach mal mit.

Ich hatte damals noch kein GPS-Gerät - deshalb ist der track zu dieser Tour "handgezeichnet".


Diese Tour hat die folgenden 7 Etappen:
  • Etappe 1: Oberstdorf - Schrofenpass - Lech - Freiburger Hütte
  • Etappe 2: Freiburger Hütte - Dalaas - Silbertal - Heilbronner Hütte
  • Etappe 3: Heilbronner Hütte - Galtür - Ischgl - Heidelberger Hütte
  • Etappe 4: Heidelberger Hütte - Fimberpass - Val d'Uina - Sesvenna - Laatsch
  • Etappe 5: Laatsch - Tarscher Alm - Ultental - St. Gertraud
  • Etappe 6: St. Gertraud - Rabijoch - Male - Passo del Fraine - Andalo
  • Etappe 7: Andalo - San Giovanni - Arco - Riva

Die Tour hat 7 gut zu schaffende Etappen ... leider nur mit einem recht hohen Schiebeanteil (zumindest für uns).

Und es geht los...


Karten

Die folgenden Papier-Karten decken das Gebiet dieser Tour ab:

Hinweis: Durch Überschneidung im Blattschnitt der Karten kommt man evtl. auch mit weniger Karten aus!

GoogleMap

Die GPX-Daten dieser Tour bestehen aus 255 Punkten. Bei großen Touren werden aus performance-Gründen nicht alle Punkte in GoogleMap angezeigt!

Um die Positionsdaten anzuzeigen, einfach mit dem cursor über das Höhenprofil fahren.

Hier gibt es Infos zu allen waypoints dieser Tour: Waypoinlist

Tour Datum: 22/07/2005

tourDB Statistik
  • Distanz: 307km
  • Höhenmeter: 12317Hm
  • Max. Höhe: 2647m
  • Landschaft: * na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top
  • Kondition: * Einfach** Mässig*** Mittel**** Schwer***** Sehr schwer
  • Technik: * S0 - fester und griffiger Untergrund; ohne besondere Schwierigkeiten** S1 - kleine Hinderniss; loserer Untergrund möglich, kleine Wurzeln und Steine*** S2 - Untergrund meist nicht verfestigt, kleinere Wurzeln u. Steine; niedrige Stufen**** S3 - stark verblockte Singletrails; enge Spitzkehren; hohe Stufen***** S4 - sehr steile und stark verblockte Singletrails mit großen Felsbrocken und/ oder anspruchsvollen Wurzelpassagen, Kettenblatt setzt auf
tourDB Höhenprofil
tourDB Download GPS data

Beschreibung

Hier im folgenden eine Beschreibung der einzelnen Etappen

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Etappe 1: Oberstdorf - Schrofenpass - Lech - Freiburger Hütte

45km; 1307Hm

...7:00 in der früh am Münchner Hauptbahnhof. Schon einiges los und wir sind nicht die einzigen Radler, die den Zug nach Oberstdorf besteigen. Johannes, Jörg und ich natürlich mit der nötigen Aufregung vor dem großen Ereignis ... Wie kriegen wir sämtliche Karten in Johannes' Rucksack ohne daß er es bemerkt? Welches meiner vielen Ausrüstungsgegenstände kann ich hier im Zug einfach liegen lassen? Was haben wir vergessen? Und natürlich für einen Schönwettersportler wie mich das wichtigste: wie wird nur das mistige Wetter? Die Wettervorhersage meinte, es schaut nicht allzu gut aus.

Von Oberstdorf geht es dann in Richtung Süden zum Schrofenpass. Wir machen erste Bekanntschaft mit der Disziplin "Radl tragen" ... sollte ja nicht die letzte sein. Dann über Warth und Lech das Zuger Tal rauf zur Freiburger Hütte.


tourDB Höhenprofil Etappe 1
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Transalp-2005-Juli-001.JPG
Jörg und ich bei der abschliessenden Planung
Transalp-2005-Juli-022.JPG
Johannes am Schrofenpass
Transalp-2005-Juli-034.JPG
Typisches Bild am Schrofenpass

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Etappe 2: Freiburger Hütte - Dalaas - Silbertal - Heilbronner Hütte

28km; 1339Hm

Von der Freiburger Hütte geht es am nächsten Morgen auf einem für mich ziemlich anspruchsvollen trail senkrecht nach unten ... jedenfalls mit mir. In einer Kurve am Hang bekomme ich dieselbe nicht mehr und fahre geradeaus die Böschung runter. Bei mir ist - gottseidank - alles heil ... aber das Radl hat es übel mitgenommen. Die Felge steht etwas unnatürlich umgebogen in der Gegend rum und schleift an der Gabel (hic!). Nur nichts anmerken lassen, denn Johannes und Jörg stehen schon etwas ungeduldig unten und schauen, was mich da so lange aufhält ... das ganze wird notdürftig hingebogen, denn einen Radlladen gibt es hier in der Nähe nicht wirklich. Auch egal, denn ab Dalaas geht es eh nur noch bergauf.

Dann über den Kristbergsattel und das Silbertal hoch durch das Verwall bis zur Heilbronner Hütte zieht es sich ganz schon lange hin. Natürlich darf auch wieder geschoben werden. Warum auch nicht - wer hatte denn gesagt, dass wir über die Alpen radeln? Aber immerhin kann ich bergauf meine "verlorene" Zeit wieder gut machen.


tourDB Höhenprofil Etappe 2
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Transalp-2005-Juli-069.JPG
Typisches Bild bei meinem Abfahrtsstil - Anfängerfehler
Transalp-2005-Juli-103.JPG
Der lange Weg ins Silbertal

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Etappe 3: Heilbronner Hütte - Galtür - Ischgl - Heidelberger Hütte

37km; 1472Hm

Von der Heilbronner Hütte geht es zuerst im Sturzflug auf Schotter wieder bergab in Richtung Silvretta/Galtür. Aber zumindest kann man auf dem Forstweg ohne Vorderbremse fahren.

In Ischgl treffen wir dann auf den Rest der Truppe - Racing Ralph und Koschi, die erst hier einsteigen. In Ischgl ist dann auch endlich eine Gelegenheit meine Felge auszutauschen ... Gottseidank bekomme ich ohne Probleme im ersten Radlladen Ersatz. Dann geht es zuerst den mördensteilen Anstieg in Ischgl in Richtung Idalpe rauf ... ich bin das Ding im Winter schon öfter auf Skiern runtergekommen ... da kam mir das nie "steil" vor! Weiter geht es dann gemütlicher das Fimbachtal rauf bis zur Heidelberger Hütte.


tourDB Höhenprofil Etappe 3
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Transalp-2005-Juli-168.JPG
Von der Heilbronner Hütte nach Galtür
Transalp-2005-Juli-196.JPG
Am Fimbabach - die Schweizer Grenze

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Etappe 4: Heidelberger Hütte - Fimberpass - Val d'Uina - Sesvenna - Laatsch

39km; 1476Hm

Yippie - endlich wieder schieben. Es geht im Morgengrauen bei Nebel in Richtung Osten rauf zum Fimberpass (oder Fimbapass?) ... angeblich soll die Strecke legendär sein. Aber das einzig legendäre ist erstmal 1h schieben. Oben angekommen geht es tatsächlich ein halsbrecherischen - weil ziemlich nassen - trail runter bis Zuort. Dort noch ein Stück abseits durch die Wiesen.

Im Engadin angekommen schlagen wir uns mangels Karten etc. abseits der Strasse auf einem immer abenteuerlicher werdenden Weg auf dem orographischen linken (sprich: falschen) Ufer durch bis Sur En. Hier geht es rauf zum Val d'Uina. Der Anblick ist ganz schön spektakulär und ich bin mehr als happy dieses Abentuer mit Johannes eingegangen zu sein :-) Unnötig darüber weiter Worte zu verlieren, denn die Strecke ist legendär. Auch wenn es oben mal wieder 1h schieben heisst ... aber egal: wer will schon über die Alpen radeln? Am Col de Sesvenna angekommen, reisst mir die Kette - wusste gar nicht, dass ich zu solchen Leistungen körperlich fähig bin. Also das Ding notdürftig (will heissen "amateurhaft") geflickt. Die Abfahrt runter von der Sesvennahütte ins Vinschgau ist highspeed pur. Zuerst den Schotter runter, dann auf geteerten Wegen mitten durch Heerscharen von Wanderern. Die Strecke ist nett, aber wieso hat der Pass die Wertung bei der mountain-bike gewonnen??? Koschi ist wegen seinen 1.90m mittlerweile dazu übergegangen seinen Sattel bis zum Anschlag runterzufahren. Aber irgendwie muss er verpasst haben in der unteren Stellung den Schnellspanner zuzuziehen - den unten im Vinschgau angekommen bekommt er den Sattel nicht mehr raus *grins* zu dritt hängen wir über seinem Rad und versuchen das Teil mit Gewalt rauszuziehen.


tourDB Höhenprofil Etappe 4
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Endlich wieder schieben - der Anstieg zum Fimberpass
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Trail am Fimberpass ... mir war das alles noch nicht geheuer
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Val d'Uina - nicht wirklich fahrbar .. aber dafür sehr spektakulär

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Etappe 5: Laatsch - Tarscher Alm - Ultental - St. Gertraud

54km; 2334Hm

Eine der Grundregeln ist - glaube ich - nie von der geplanten Route abzuweichen ... wenigstens nicht auf eine Strecke, die man überhaupt nicht kennt und von der man keine ordentliche Karte hat. Johannes bringt also die glänzende Variante über die Tarscher Alm auf .. hmmmm .... kennt keiner, also lass es uns fahren!

In Tarsch biegen wir vom eher gemütlichen Vinschgauer Radweg in Richtung Tarscher Alm ab. Im Radladen unten in Tarsch, wo ich meine Kette gewechselt habe, hat man uns den Weg über den Tarscher Pass geraten: "...alles fahrbar bis auf ein paar Meter...". Und da kommt Grundregel 2 des Alpencross ins Spiel: "Never trust a local"!

Also versuchen wir es mal - angeschlagen wie wir sind entscheiden wir uns für die gemütlichere Variante mit dem Lift hoch bis zur Tarscher Alm. Ab der Tarscher Alm schieben wir dann - weil sausteil! - ca. 800Hm rauf bis zum Tarscher Pass und dahinter 400Hm wieder runter - saublöd! Die Entschädigung ist ein Wahnsinnstrail im Ultental der sich am Hang entlang bis St. Gertrud zieht. Das Ultental fand ich landschaftlich mit am beeindruckensten - da muss ich nochmal hin ... evtl mal zum skitouren.


tourDB Höhenprofil Etappe 5
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Transalp-2005-Juli-394.JPG
Tarscher Pass - endlich wieder schieben. Aber solche Steigungen sind wirklich nicht mehr fahrbar
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Gruppenphoto am Tarscher Pass
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Traumtrails im Ultental

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Etappe 6: St. Gertraud - Rabijoch - Male - Passo del Fraine - Andalo

60km; 3086Hm

Wir sind alle ziemlich platt vom Vortag. Dabei könnte man heute etwas Reserve gut gebrauchen. Zum Rabbijoch geht es zuerst einen gut fahrbaren Schotterweg hoch ... aber irgendwann sagt der gute Menschenverstand, dass man mit schieben doch schneller ist. Ausserdem können wir das mittlerweile auch ganz gut bei der vielen Übung. Und was ist schon 1h schieben??? Immerhin lohnt es sich diesmal - vom Rabbijoch geht es einen wilden Wanderweg runter (sag noch mal einer, dass MTBer keine Erossionsschäden machen .. der Wanderweg sieht grusig aus, obwohl er erst vor kurzen aufwendig renoviert wurde - na ja, umweltschonend ist was anderes).

In Male streiken Johannes, Jörg und ich kurzerhand und entschliessen uns mit dem Taxi weiter bis Andalo zu fahren. Nur Koschi und Ralph haben noch Körner für den Rest der Strecke bis Andalo. Apropos Andalo: wenn ihr könnt dann meidet diess Kaff! Das Durchschnittsalter hier beträgt ca. 237 Jahre ... an einem regnerischen Tag, sonst liegt es sicher noch höher.


tourDB Höhenprofil Etappe 6
tourDB Bilder
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Trail am Rabbijoch
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Blick zurück ins Ultental
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Erfrischung auf dem Weg zum Rabbijoch

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Etappe 7: Andalo - San Giovanni - Arco - Riva

45km; 1304Hm

Der letzte Tag: von Andalo geht es hoch in Richtung Passo St. Giovanni - absolut empfehlenswert die Route. Leider ist die Sicht morgens noch nicht so gut, dass man den Blick auf die Brenta Gruppe wirklich hätte geniessen könnte. Der Blick vom Passo St. Giovanni (übrigens der einzige Pass auf der Route den wir komplett haben fahren können!) versöhnt mit der ganzen Plackerei ... unten liegt Arco und ganz hinten kann man den Gardasee schon riechen.

Doch zuerst noch die Superabfahrt über Ranzo runter nach Sarce - jetzt kann man es voll laufen lassen. Ab Sarce heisst es nur noch auskurbeln ... über Arco geht es nach Riva wo uns ein (oder 2) kühle Bier erwarten. Als wir die ausgetrunken hatten, war bei Johannes die Luft raus .. wörtlich: snake bite!

Fazit: WAHNSINN! War bestimmt nicht das letzte mal! *grins*


tourDB Höhenprofil Etappe 7
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Transalp-2005-Juli-598.JPG
Am Passo St. Giovanni .. man kann den gardasee schon riechen
Transalp-2005-Juli-602.JPG
Die letzte Abfahrt nach Sarce
Transalp-2005-Juli-646.JPG
Das macht ein AlpenX aus Männern

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